Hallo Melanie,
tja, das ist so eine Sache mit dem Klassenverband. Stefan hat zu Beginn des neuen Schuljahres die Schule gewechselt (vom Gymnasium auf die Realschule).
Wir hatten in der 1. Klasse einen Lehrer, der unter Integration folgendes verstand: (ich zitiere wörtlich) "Da sagen wir mal nix und warten ab, ob es irgendjemandem auffällt"

. Nun war mein Söhnchen schon immer von stattlicher Figur und da hieß es dann natürlich: der ist dick, deshalb ist er faul und so langsam

. Zum Glück sind wir dann umgezogen und ich habe in der neuen Schule darauf bestanden, dass die Klassenkameraden erfuhren, was Stefan hat.
Als er dann aufs Gymnasium kam, wollte ich bei einem Elternstammtisch dieses Thema zur Sprache bringen. Ich wurde aber einfach "abgewürgt". Stefan hatte dann als Nachteilsausgleich 20 % Zeitzugabe auf schriftliche Arbeiten. Auf gelegentliche Nachfrage seiner Klasskameraden hat er ihnen erzählt, was los ist. Das dauerte aber seine Zeit, denn meistens konnte er dann nicht reden, weil er weinen mußte. :cry
Er hat sich aber dann eigentlich relativ gut mit allen verstanden und es kamen keine Beschwerden, weil er "Extrawürste" bekam.
Noch haben wir jetzt in der Realschule keinen Nachteilsausgleich. Stefan möchte erst abwarten, wie er zurecht kommt.
Was denkst Du, wie soll ich es handhaben mit seinen Klasskameraden? Ich denke einfach, es wird schwierig sein als Mutter, jungen Männern in dem Alter so etwas klar zu machen. Wie würdest Du vorgehen?
Vielleicht weiß auch Andrea noch etwas dazu?
Liebe Grüße
Irene