Hallo!
Karen, ich sehe das
mit den Hilfsmitteln das ist gar nicht so einfach und die Meinungen gehen da leider auch sehr weit auseinander. Die Kunst ist es, das richtige Mittelmaß zu finden. Wenn Dein Sohn wirklich die Chance hat laufen zu lernen, könnte es gefährlich sein ihn an einen Rolli zu gewöhnen, denn damit käme er ja überall hin, warum sollte er dann noch laufen.
etwas anders.
Ein Kind im Rollstuhl kommt zwar z.B. an den Esstisch - aber erst, wenn es steht, sieht es, was auf dem Tisch liegt. Wenn etwas auf dem Boden liegt, ist es einfacher sich auf den Po plumpsen zu lassen, um es zu erreichen, als aus dem Rolli heraus zu klettern. Um mit anderen Schritt zu halten, wenn zum Beispiel auf den Spielplatz gegangen wird, oder Laternenumzug ist ein selbst bedienter Rollstuhl der Ersatz für müde Füße. Würde jetzt Mama den Buggy schieben, würde Mama aussuchen, mit wem das Kind kommuniziert - kann das Kind den Rolli selbst bewegen, kann es sich sein gegenüber spontan aussuchen.
Auf dem Spielplatz dann ist es einfacher, zu Fuß unterwegs zu sein...
Zu Orthesen: Sarah hatte zunächst Einlagen - sie kam aus dem Spitzfuß nicht heraus - dann hatte sie eine Orthese (re) und eine Einlage (li) - ein Spitzfuß und ein Bodenkontakt - aber keine Abrollbewegung. Dann hatte sie beidseits Orthesen (teildynamische, und auf einmal eine Abrollbewegung und einmal Bodenkontakt mit angedeuteter Abrollbewegung.
so blieben wir 6 Jahre bei Orthesen, zunächst Kniehoch, später knöchelübergreifend
Nach den beiden Fuß-Ops hatte der Orthopäde statt Orthesen Einlagen verschrieben - Sarah hat zwei Physios und beide baten nach einem halben Jahr unabhängig voneinander darum, sie wieder mit Orthesen zu versorgen - mit den Einlagen war Sarah wieder auf dem Weg in den Spitzfuß

, zudem wäre sie in der ganzen Statik schlechter geworden. Dies sprachen wir dann beim nächsten Untersuchungstermin beim Orthopäden an - er sah das auch so und seither trägt sie wieder Orthesen.
Fazit: es ist immer ein abwägen und schauen auf die Bedürfnisse des einzelnen.
Hallo Nicole!
Wir können in Zusammenarbeit mit KG, Ärzten, Orthopädietechniker / Sanihaus viel für unsere Kinder erreichen. Wichtig ist es, dass es eine
Zusammenarbeit ist und Kontinuität der Zusammenarbeit. Dies fängt meines Erachtens schon bei der Frequenz der KG-Termine an. Wenn Sarahs KG Sarah nur 1x monatlich sehen würden, müssten sie jedes mal Sarah ein Stück neu kennen lernen, weil eben Kinder wachsen und sich verändern. Auch die Kinder müssen sich dann immer wieder neu drauf einstellen.
Da kann meines Erachtens eine effektive Beurteilung des Bedarfs an Hilfsmitteln gar nicht erfolgen - zumal das ja auch schon wieder von der Therapiezeit verloren geht.
Mir wäre es zu mühselig, mich neben den leider schon bald üblichen Auseinandersetzungen mit Krankenkasse und Behörden auch noch zusätzlich mit den Therapeuten zu reiben - hier muss eine Linie gefahren werden!
Viele Grüße
Silke